Seniorpartner in School – FUN-News #4
Inhalt

„Strategie erleichtert Orientierung und macht Entwicklung sichtbar…“
Gerade wenn SiS als Gesamtorganisation wachsen, Wirkung entfalten und gegenüber Förderpartnern überzeugend auftreten möchte, benötigen wir mehr als nur den Austausch von Wissen. Wir brauchen ein gemeinsames Verständnis darüber, wo wir stehen, wohin wir uns entwickeln wollen und wie wir Fortschritte sichtbar machen können.
Bisher haben wir vor allem über Instrumente, Fördermöglichkeiten und gute Praxisbeispiele, gesprochen. Seltener haben wir gemeinsam betrachtet, welche Entwicklungen daraus entstehen, welche Ziele wir verfolgen und welche Unterstützungsbedarfe sich daraus ableiten lassen.
Unser aktueller Newsletter und unser digitales Treffen laden dazu ein, diesen Zusammenhang näher zu betrachten und gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir die Entwicklung des Fundraisings bei SiS wirkungsorientiert, transparent und zukunftsfähig gestalten können.
Dabei bleibt unser Ziel als Bundesverband die individuelle Unterstützung der selbstständigen und unabhängigen Landesverbände. Zugleich möchten wir an dem gemeinsam vereinbarten Ziel weiterarbeiten, SiS als Gesamtorganisation sichtbar, darstellbar und öffentlich wirksam zu machen.
- Einbindung des digitalen Wirkungsberichts auf den Webseiten
- Übermittlung des Wirkungsberichts an bestehende Förderpartner
- Presserecherche im regionalen redaktionellen Umfeld sowie Identifikation zuständiger Redakteurinnen und Redakteure in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- Ermittlung der Spenden- und Fördersummen 2025 als Status quo sowie Ableitung möglicher Ziele für 2026/2027
- Kommunen als SiS-Botschafter gewinnen – durch Veröffentlichungen auf kommunalen Webseiten und SiS-Flyer vor Ort
- Unternehmenskooperationen am Beispiel des Pilotprojekts Brandenburg, Zurich Versicherung und Generali
- Serviceklubs
- Bußgeldmarketing
- Startchancen-Programme – eine finanzielle Quelle für LV und BV
- Recherchemöglichkeiten und Zugang zum Förderlotsenprogramm Torsten Schmotz
Eure Karin Chierchia
Stabsstelle Fundraising, SiS-BV
Aus dem Fundraising-Herz
Angenommen, ihr plant eine Seereise. Ihr legt ein Ziel fest, bestimmt die Route, stellt die Mannschaft zusammen und sorgt dafür, dass ausreichend Proviant an Bord ist. Doch selbst die beste Planung ersetzt nicht den regelmäßigen Blick auf Karte, Kompass und Wetterlage. Nur wer seinen aktuellen Standort kennt, kann erkennen, ob der Kurs stimmt oder ob Anpassungen notwendig sind.
Dieses Bild lässt sich gut auf unsere Arbeit im Fundraising übertragen.
Jeder Landesverband plant seine Reise unter eigenen Bedingungen. Die verfügbaren Ressourcen, regionalen Netzwerke, Fördermöglichkeiten und personellen Kapazitäten unterscheiden sich zum Teil erheblich. Entsprechend setzt jeder Landesverband eigene Schwerpunkte und entwickelt individuelle Wege zur Finanzierung seiner Arbeit.
Gleichzeitig haben wir uns als SiS-Gesamtorganisation auf gemeinsame Ziele verständigt. Wir möchten die Arbeit von Seniorpartner in School nachhaltig sichern, unsere Wirkung für Kinder und Jugendliche stärken und SiS gegenüber Förderpartnern, Stiftungen, Unternehmen und der Öffentlichkeit als starke Gesamtorganisation sichtbar machen.
Damit dies gelingen kann, genügt es jedoch nicht, wenn jedes Schiff ausschließlich den eigenen Kurs betrachtet. Eine Flotte erreicht ihr gemeinsames Ziel nur dann, wenn sie weiß, wo die einzelnen Schiffe stehen, wie sie vorankommen und an welchen Stellen gegenseitige Unterstützung sinnvoll sein kann.
Genau deshalb ist der Austausch über unsere Entwicklungen im Fundraising so wichtig. Nicht, um Unterschiede zu bewerten, sondern um ein gemeinsames Lagebild zu schaffen. Wo stehen wir heute? Welche Ansätze sind erfolgreich? Welche Herausforderungen begegnen uns? Und welche Unterstützung kann der Bundesverband oder können andere Landesverbände anbieten?
- Die Fundraising-Zahlen 2025 (entsprechend euren Jahresabschlüssen) bieten uns deshalb mehr als eine reine Bestandsaufnahme. Sie helfen uns, unseren aktuellen Standort zu bestimmen und Entwicklungen sichtbar zu machen. Erst auf dieser Grundlage können wir gemeinsam überlegen, ob unser Kurs zur Gesamtstrategie passt, wo wir nachsteuern möchten und welche Angebote für die weitere Entwicklung hilfreich sein könnten.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um Kontrolle einzelner Landesverbände. Vielmehr geht es um Transparenz als Grundlage für Zusammenarbeit, gegenseitiges Lernen und die wirkungsorientierte Weiterentwicklung unserer Gesamtorganisation. Denn nur wenn wir unseren Ausgangspunkt kennen und unsere Entwicklungen nachvollziehbar machen, können wir den gemeinsamen Kurs von SiS bewusst gestalten.
Unsere Bitte für das digitale FUN-Meeting
Für unser Treffen am 14. September 2026 würden wir uns freuen, wenn die Landesverbände, soweit verfügbar, ihre aktuellen Fundraising-Zahlen für 2025 (Zahlen aus den Jahresabschlüssen) mitbringen könnten.
Hilfreich wäre eine Aufteilung in die Bereiche:
- Privatspenden
- Unternehmensspenden
- Fördermittel durch Stiftungen
- Öffentliche Zuwendungen
Bereits eine grobe Übersicht genügt. Ziel ist nicht die Erstellung eines detaillierten Berichtswesens, sondern ein gemeinsames Verständnis unserer Ausgangslage und Entwicklung.
Denn nur wenn wir wissen, wo wir stehen, können wir gemeinsam entscheiden, welchen Kurs wir einschlagen und wie wir uns auf dem Weg zu unseren gemeinsamen Zielen bestmöglich unterstützen können.
Werkzeugkiste

Ein digitales Spendentool gehört heute zur Grundausstattung moderner Spendenorganisationen.
Es ermöglicht Interessierten, schnell und unkompliziert zu spenden, erleichtert die Spendenverwaltung und schafft die Grundlage für den langfristigen Aufbau von Spenderbeziehungen. Studien und Erfahrungen aus dem Fundraising zeigen, dass digitale Spendenmöglichkeiten inzwischen ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Gewinnung und Bindung von Unterstützerinnen und Unterstützern sind.
Gleichzeitig gilt: Ein Spendentool allein generiert noch keine Spenden. Sein Erfolg hängt maßgeblich davon ab, wie sichtbar eine Organisation ist und wie gut sie ihre Wirkung nach außen kommuniziert. Je mehr Menschen Seniorpartner in School als wirkungsvolle Organisation kennenlernen und als Spendenorganisation wahrnehmen, desto größer wird auch das Potenzial für Unterstützung und finanzielle Förderung.
- Bereits im Oktober 2025 wurde innerhalb der Fachgruppe Fundraising das Ziel formuliert, ein digitales Spendentool für SiS einzuführen. 8 Verbände hatten sich positiv geäussert. Die Umsetzung hat sich jedoch aus verschiedenen Gründen als komplexer erwiesen als zunächst angenommen.
Eine zentrale Frage war, ob die Einführung mit einem möglichen CI- und Webseiten-Relaunch verknüpft werden sollte. Parallel dazu müssen die Spendenprojekte so aufgebaut werden, dass alle Landesverbände sichtbar werden und zugleich datenschutzrechtliche Vorgaben eingehalten werden. Hinzu kommt die Suche nach einer Lösung, die nicht nur Spendenabwicklungen ermöglicht, sondern auch die automatisierte Speicherung von Adressen sowie die Erstellung von Spendenbescheinigungen im SiS-Design unterstützt. Nicht zuletzt spielt die Finanzierung der technischen Umsetzung eine wichtige Rolle und die Personalressource zur Umsetzung muss beachtet werden.
- Aktuell prüfen wir die drei Anbieter FundraisingBox, twingle und bcause. Dabei betrachten wir technische Funktionen, Datenschutzanforderungen, Administrationsaufwand, Integrationsmöglichkeiten und Kosten. Ziel ist es, bis Oktober eine fundierte Gegenüberstellung der verschiedenen Optionen vorzulegen, damit anschließend eine gemeinsame Entscheidung über den weiteren Weg getroffen werden kann.
Das digitale Spendentool wird die Finanzierung von SiS nicht allein sichern. Es kann jedoch zu einem wichtigen Baustein werden, um Spenden zu erleichtern, Unterstützerinnen und Unterstützer langfristig zu binden und die Voraussetzungen für nachhaltiges Fundraising in der gesamten Organisation zu schaffen.
Ein weiterer Schritt auf dem gemeinsamen Kurs zu mehr Sichtbarkeit, mehr Unterstützung und mehr Wirkung. 🚢💙
Zitat
„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
— A. de Saint-Exupéry
Die Sehnsucht nach Wirkung treibt uns an.
Frei nach Saint-Exupéry kümmern wir uns deshalb nicht nur um das Ziel am Horizont, sondern auch um die Werkzeuge und den Kurs dorthin, um unsere SiS-Flotte auf Kurs zu halten.
Gute Ideen aus den Ländern – Präventionsprogramme

Viele Kommunen, Ministerien und öffentliche Einrichtungen fördern Präventionsangebote, die nachweislich zur Stärkung der psychischen Gesundheit, des sozialen Zusammenhalts und der gesellschaftlichen Teilhabe beitragen. Vor diesem Hintergrund haben wir die Recherche zu möglichen Förderzugängen weiter vertieft.
Ein wichtiger Meilenstein war ein Austausch mit dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Gemeinsam wurde erörtert, inwieweit die Arbeit von Seniorpartner in School Anknüpfungspunkte zu aktuellen Themenfeldern wie Prävention, psychische Gesundheit und gesundes Älterwerden bietet. Dabei wurde deutlich, dass unsere Erfahrungen und Wirkungsansätze grundsätzlich in gesundheitsbezogene Förder- und Forschungszusammenhänge passen könnten.
Aus den Gesprächen heraus werden derzeit mögliche Projektskizzen und Themenfelder weiterentwickelt. Ziel ist es, die vorhandene Expertise von SiS mit relevanten Fragestellungen aus Prävention und Gesundheitsförderung zu verbinden und dadurch neue Förderperspektiven für die Gesamtorganisation zu erschließen.
Parallel verfolgt der Bundesverband einen weiteren strategisch wichtigen Weg:
die Aufnahme von SiS in die Grüne Liste Prävention. Für viele Fördergeber gilt sie als anerkannter Nachweis für Qualität und Wirksamkeit und kann den Zugang zu Fördermitteln erheblich erleichtern. Matthias Kraemer begleitet diesen Prozess federführend, steht im Austausch mit den zuständigen Fachstellen und hat bereits umfangreiche Unterlagen zur Prüfung eingereicht.
Bereits heute befinden wir uns in der fachlichen Prüfung hinsichtlich einer möglichen Einstufung auf der Grünen Liste. Eine erfolgreiche Aufnahme könnte künftig wertvolle Türen für Gespräche mit Ministerien, Präventionsräten und weiteren öffentlichen Fördergebern öffnen.
Unser Fazit:
Die Erschließung öffentlicher Fördermittel ist oft ein längerer Prozess. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass sich für SiS interessante Chancen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung eröffnen. Wir bleiben für die gesamte SiS-Flotte auf Kurs und berichten über die nächsten Etappen. 🚢
Gemeinsam Richtung Zukunft
Die Stärke von Seniorpartner in School liegt in den Landesverbänden und den vielen ehrenamtlich engagierten Menschen, die unsere Arbeit vor Ort gestalten. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Organisation, Fördermittelgewinnung, Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerkarbeit und Standortentwicklung.
Um die Landesverbände dabei gezielt zu unterstützen, verfolgt der Bundesverband derzeit zwei übergreifende Entwicklungsansätze, die jeweils mehrere Landesverbände miteinander verbinden und gemeinsame Zukunftsperspektiven schaffen.
⛵ Nord/Ost: Gemeinsam Chancen im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ nutzen
Im Norden und Osten prüft der Bundesverband derzeit gemeinsam mit mehreren Landesverbänden die Möglichkeit einer Beteiligung am Bundesprogramm„Demokratie leben!“. Im Mittelpunkt stehen die Themen Demokratiebildung, demokratische Konfliktkultur, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Weiterentwicklung bereits erfolgreicher SiS-Ansätze auf überregionaler Ebene. Dabei soll nicht etwas völlig Neues entstehen, sondern Bewährtes weiterentwickelt und skaliert werden.
⛵ Süd/West: Regionalentwicklung, Standortaufbau und neue Strukturen
Ein zentraler Baustein ist dabei der Standortaufbau Stuttgart, der durch Karin Chierchia und den LV Ba-Wü begleitet wird. Stuttgart wird bewusst als Pilotstandort entwickelt, um neue Wege in Fundraising, Netzwerkaufbau, Ehrenamtsgewinnung und Öffentlichkeitsarbeit zu erproben. Die dort gewonnenen Erfahrungen sollen langfristig auch anderen Landesverbänden zur Verfügung stehen. Einen weiteren Einblick in die damit verbundenen Kooperationen und Netzwerkaktivitäten bietet die Rubrik„Kooperationsprojekte“, in der die Initiative EhrenWerk näher vorgestellt wird.
Gleichzeitig begleitet Matthias Kraemer die Weiterentwicklung der Strukturen in Rheinland-Pfalz sowie die stärkere Vernetzung mit dem Saarland.
Ein Regionalmanagement soll künftig als Schnittstelle zwischen Bundesverband und Landesverbänden wirken. Die Aufgabe wäre nicht, ehrenamtliche Arbeit zu ersetzen, sondern sie gezielt zu unterstützen. Mögliche Schwerpunkte sind die Begleitung/Schnittstelle von Projekten, die Vernetzung relevanter Akteure, die Koordination gemeinsamer Vorhaben sowie die Umsetzung strategischer Ziele vor Ort. Dadurch könnten Ehrenamtliche entlastet und regionale Entwicklungen professionell begleitet werden. Gleichzeitig würde sichergestellt, dass regionale Aktivitäten eng mit den gemeinsam beschlossenen Zielen der SiS-Gemeinschaft verbunden bleiben.
- Auch der Bundesverband steht vor vielen der gleichen Herausforderungen wie die Landesverbände: nachhaltige Finanzierung, Gewinnung von Engagierten, Ausbau von Strukturen und die Umsetzung strategischer Ziele. Mit den Ansätzen Nord/Ost und Süd/West versuchen wir deshalb gemeinsam neue Wege zu entwickeln, Erfahrungen zu sammeln und Lösungen zu erproben. Wir wissen nicht heute auf alle Fragen die Antwort, hoffen aber, dass aus diesen gemeinsamen Entwicklungen tragfähige Modelle entstehen, die die gesamte SiS-Gemeinschaft stärken und die Zusammenarbeit zwischen Bundesverband und Landesverbänden weiter fördern.
Unsere SiS Zahlen 2025
Unsere SiS Zahlen 2025
aktive Mitglieder, bundesweit
erreichte SchülerInnen
Schulen, bundesweit
Kooperationen: Gemeinsam neue Wege in der Unternehmensansprache

Die Gewinnung von Unternehmenspartnern ist ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit von SiS. Gleichzeitig haben unsere bisherigen Erfahrungen gezeigt, dass die Ansprache von Unternehmen oft mit ähnlichen Herausforderungen verbunden ist. Genau hier setzt die Initiative EhrenWerk an.
Der Bundesverband hat sich mit dem Pilotprojekt Stuttgart für die Teilnahme beworben. Gemeinsam mit weiteren Organisationen sollen Erfahrungen ausgetauscht, erfolgreiche Ansätze identifiziert und neue Modelle für die Zusammenarbeit mit Unternehmen entwickelt werden. Unser Ziel ist es, aus den bislang teilweise wenig zielführenden Erfahrungen in der Unternehmensansprache zu lernen und gemeinsam tragfähige Lösungsansätze zu erarbeiten.
Sofern unsere Bewerbung erfolgreich ist, wird ein Teil der notwendigen Konzeptions- und Entwicklungsarbeit durch die Robert Bosch Stiftung finanziert. Perspektivisch besteht die Chance, dass erfolgreiche Konzepte und Erkenntnisse über das Pilotprojekt hinaus ausgerollt und weiteren Organisationen zugänglich gemacht werden. Für SiS bietet dies die Möglichkeit, neue Impulse für Fundraising, Unternehmenskooperationen und die Stärkung unseres Ehrenamts zu gewinnen und gleichzeitig den Standortaufbau in Stuttgart weiter voranzubringen.