Seniorpartner in School – FUN-News #3
Inhalt

„Was uns verbindet…“
Als Stabsstelle Fundraising im Bundesverband biete ich gerne den Rahmen, in dem wir gemeinsam über unsere Finanzierungssäulen sprechen. Wir überlegen, welche Aktivitäten zentral gesteuert werden sollten und welche regional am besten aufgehoben sind – mit dem Ziel, möglichst viele Synergien für die gesamte SiS-Gemeinschaft zu schaffen.
Die Aufgabe des BV ist es, alle Möglichkeiten aufzuzeigen und gut vorzubereiten. Ihr, die Vertreter der LV, entscheidet dann, welche Säulen ihr umsetzen wollt. Entscheidend ist nur, dass wir das als Gemeinschaft abgestimmt tun – damit unser gemeinsamer Qualitätsanspruch gewahrt bleibt und wir uns gegenseitig den Rücken stärken.
Danke, dass ihr so rege an den Meetings teilnehmt und wir uns bei der Vorbereitung gegenseitig unterstüten 🌷.
Wenn ihr Fragen habt oder ein Thema vertiefen möchtet, meldet euch jederzeit. Zur Erinnerung, das haben wir bisher besprochen:
- Einbindung des digitalen Wirkungsberichts auf den Webseiten
- Übermittlung des Wirkungsberichts an bestehende Förderpartner
- Presserecherche des regionalen redaktionellen Umfelds und der zuständigen Redakteure in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
- Ermittlung der Spenden- und Fördersummen 2025 (Status quo) sowie Ziele 2026/2027
- Kommunen als SiS-Botschafter gewinnen – mit Veröffentlichungen auf den Webseiten und SiS-Flyern vor Ort
- Unternehmenskooperationen – Pilotprojekt Brandenburg
- Serviceklubs
Weitere Anregungen sind jederzeit willkommen 💐, denn nur so können wir ein hilfreiches und lebendiges Tool schaffen, welches aus der Praxis heraus entsteht.
Eure Karin Chierchia
Stabsstelle Fundraising, SiS-BV
Aus dem Fundraising-Herz

Bußgeldmarketing – ein Tipp unseres neuen Mitglieds
Dietrich (Patentanwalt/Mediator) und Regina Blumenröhr (Mediatorin)
LV Ba-Wü, Karlsruhe
Als Schulmediator:innen bei Seniorpartner in School leisten wir einen unschätzbaren Beitrag zur Gewaltprävention und Integration an unseren Schulen. Um diese wertvolle Arbeit langfristig zu sichern, möchte ich heute ein oft unterschätztes Instrument im Fundraising-Mix vorstellen: das Bußgeldmarketing (auch Geldauflagen-Fundraising genannt). Zugegebenermaßen ist es ein sehr beziehungsorientiertes Instrument, doch kann es langfristig gesehen sehr lukrativ für euren Verein werden.
- Planbarkeit: Geldauflagen sind eine stabile Ergänzung zu privaten Spenden.
- Thematische Nähe: Unsere Arbeit in der Konfliktlösung und Prävention passt ideal zum Charakter von Resozialisierungsmaßnahmen, was Zuweisungen durch die Justiz begünstigt.
- Geringe Zweckbindung: Oft können die Mittel flexibel für unsere laufenden Projekte in den Schulen eingesetzt werden.
- Listenaufnahme: Wir müssen unsere Landesverbände in die offiziellen „Bußgeldlisten“ der Oberlandesgerichte und Landgerichte eintragen lassen. Hierfür sind Unterlagen wie der Freistellungsbescheid und die Satzung nötig.
- Beziehungsmanagement: Der persönliche Kontakt zu Sachbearbeiter:innen und Richter:innen vor Ort ist entscheidend, um „auf dem Schirm“ zu bleiben.
- Zuverlässigkeit: Erhaltene Zuweisungen müssen wir umgehend bestätigen und die Justiz über Zahlungseingänge (oder Ausfälle) informieren. Diese Verlässlichkeit ist die Basis für künftige Zuweisungen.
Habt ihr bereits Erfahrungen mit Bußgeldzuweisungen gesammelt? Ich freue mich auf euren Rücklauf und einen gemeinsamen Austausch zu diesem Thema!
Werkzeugkiste

Um Seniorpartner in School e.V. (SiS) zukunftssicher aufzustellen, haben wir in den letzten Monaten intensiv an einem strukturierten Prozess zur Gewinnung von Unternehmenskooperationen gearbeitet. Heute geben wir euch einen Überblick über die Erkenntnisse aus unserem Pilotprojekt in Brandenburg und die vielversprechenden bundesweiten Entwicklungen.
- Pilotprojekt Brandenburg: Erkenntnisse aus der Praxis
In Brandenburg haben wir einen umfassenden Akquiseprozess getestet. Er bestand aus:
- Gezielte Recherche: Identifikation von 100 Unternehmen mit Fokus auf Corporate Social Responsibility (CSR) – Dank an Rainer Karius und Kerstin Tegtmeyer.
- Multi-Channel-Ansprache: Telefonische und digitale Kontaktaufnahme begleitet von Social-Media-Präsenz auf LinkedIn.
- Öffentlichkeitsarbeit: Aktive Ansprache des IHK-Magazins zur Steigerung der Sichtbarkeit – bislang noch ohne konkrete redaktionelle Berichterstattung.
- Rechtlicher Rahmen: Erstellung eines steuerlich und rechtlich geprüften Mustervertrags für Kooperationen.
Wichtige Erkenntnis: Trotz hoher Professionalität ist die Resonanz auf Kaltakquise (ohne direkten Bezug) derzeit verhalten. Der Aufbau von Unternehmenspartnerschaften braucht einen langen Atem – und oft einen ganz konkreten „Türöffner“.
- Erfolg durch Netzwerke: Generali und Zurich Deutschland
Parallel zum Pilotprojekt zeigen unsere Bemühungen auf Bundesebene erste Erfolge. Wir verhandeln aktuell konkret mit Generali und Zurich Deutschland.
Das Modell: SiS stellt sich als bundesweite Organisation direkt den ausscheidenden Mitarbeitenden vor – mit dem Ziel, sie für ein Engagement als Mediatorinnen und Mediatoren zu gewinnen. Besonderer Dank gilt dem LV Köln und Herrn Joachim Willmaser, dessen Initiative den Kontakt zu Zurich Deutschland überhaupt erst ermöglicht hat.
- Unsere Empfehlungsregeln für die Zusammenarbeit
Damit Qualität und Klarheit gewahrt bleiben, haben wir folgende Leitlinie für die Akquise festgelegt:
- Zentrale Erstansprache: Bis die Prozesse abschließend ausgewertet sind, geht die Erstansprache von Unternehmen über den Bundesverband. So sichern wir einheitliche Qualitätsstandards und Finanzierungsmodelle, die zum jeweiligen Unternehmenswunsch passen.
- Regionale Umsetzung: Sobald ein Unternehmen konkrete Kooperationsschritte signalisiert, informieren wir die zuständigen Landesverbände – also diejenigen, in deren Region die potenziellen Seniorpartnerschaften zu Hause sind.
- Gemeinsame Abstimmung: Details zu Qualitätsstandards und individuellen Finanzierungsmöglichkeiten klären wir eng zwischen Bundes- und Landesebene.
Ausblick
Wir nehmen die Erfahrungen aus Brandenburg mit und nutzen sie, um die Gespräche mit Generali und Zurich zum Abschluss zu bringen. Bei Fragen meldet euch jederzeit – am liebsten im persönlichen Gespräch.
Gemeinsam stärken wir die Brücke zwischen Wirtschaft und Ehrenamt.
Zitat
„Vertrauen ist die härteste Währung im Fundraising. Menschen spenden nicht nur für einen Zweck, sondern für die Gewissheit, dass ihr Beitrag eine messbare Wirkung erzielt.“
— Bilanz des Helfens, Deutscher Spendenrat e.V.
Fundraising-Magazin 1/2026
Hier die wichtigsten Kennzahlen der Bilanz des Helfens 2025, herausgegeben vom Deutschen Spendenrat e.V:
Gute Ideen aus den Ländern

Prävention ist das Fundament unserer Arbeit – und wir wissen, dass viele von euch bereits intensiv nach passenden Landespräventionsprogrammen suchen, um die Arbeit vor Ort zu stärken und finanzielle Förderungen zu sichern.
Dabei fällt immer wieder ein entscheidender Begriff: die Grüne Liste Prävention.
Warum ist die Grüne Liste so wichtig?
Die Grüne Liste ist der Goldstandard in Deutschland. Sie gibt einen Überblick über Programme, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist. Für viele Fördergebende und Ministerien ist ein Listeneintrag die Voraussetzung, um Gelder freizugeben. Kurz gesagt: Wer auf der Liste steht, genießt höchstes Vertrauen.
Update vom Bundesverband
Wir haben gute Nachrichten: Der Bundesverband arbeitet seit längerer Zeit daran, die Weichen für unsere Listung zu stellen. Wir sind aktiv im Prozess, damit Seniorpartner in School offiziell als evidenzbasiertes Programm auf der Grünen Liste geführt wird. Das könnte die Türen bei der Suche nach Landesmitteln für euch deutlich weiter öffnen.
Um gelistet zu werden, muss ein Programm einen strukturierten Bewertungsprozess durchlaufen, der auf drei Kernsäulen basiert:
- Konzeptqualität: Das Programm muss auf einem logischen Wirkmodell basieren und klar definierte messbare Ziele verfolgen.
- Umsetzungsqualität: Es muss eine explizite Handlungsanleitung (z. B. ein Manual) vorliegen, die sicherstellt, dass das Programm an verschiedenen Orten einheitlich und replizierbar durchgeführt werden kann.
- Evaluationsqualität (Evidenzstufen): Die Programme werden je nach Güte ihrer Wirkungsüberprüfung eingestuft.
Was ihr jetzt tun könnt
Nutzt die Zeit und knüpft schon jetzt Kontakte zu euren Landesministerien und Präventionsräten. Signalisiert, dass wir bestrebt sind, als Gesamtorganisation auf die Grüne Liste zu kommen und daran arbeiten – das ist ein starkes Argument in jedem Gespräch.
Gemeinsam machen wir Schule zu einem sicheren Ort.
Gemeinsam Richtung Zukunft

Wo stehen wir 2025 im Bereich Fundraising?
Zahlen, Chancen und Potenziale
Die ersten Auswertungen aus dem FUN-Meeting liegen vor, aber das Bild ist noch unvollständig. Wir warten die verabschiedeten Jahresabschlüsse 2025 ab und nehmen das Thema dann erneut auf.
Sobald die Zahlen vorliegen, ist es sinnvoll, an einer SiS-Gesamtstrategie zu arbeiten: Die einzelnen Finanzierungssäulen auf Umsetzungschance, Ressourcen und Zeitrahmen prüfen und die Maßnahmen strategisch ausrichten.
Unsere SiS Zahlen 2025
Unsere SiS Zahlen 2025
aktive Mitglieder, bundesweit
erreichte SchülerInnen
Schulen, bundesweit
Tipps & Mitmach-Möglichkeiten

Moin Hamburg! Der #DST26 rückt näher – SiS ist dabei
Am 20. und 21. Mai 2026 treffen sich Stiftungen und Sozialorganisationen in Hamburg im CCH zum größten Stiftungskongress Europas. Unter dem Thema „Aus Freiheit handeln“ stellen wir uns die wichtige Frage: Wie können Stiftungen als Teil der Zivilgesellschaft Freiräume für Tatkraft und Innovation schaffen und dabei Verantwortung übernehmen?
In der „Freien und Hansestadt Hamburg“, die sich zu Freiheit und Handeln schon in ihrem Namen bekennt, wollen wir gemeinsam nicht nur diskutieren, sondern konkrete Impulse entwickeln. Denn Stiftungen zeichnet die „Freiheit des Anfangen-Könnens“ aus – sie fördern Ideen, entdecken Talente, wagen Experimente und setzen sich für das Bewahren und Erinnern ein. Wir sind gespannt und werden berichten 🍀.